Frühlingsanfang 2019

Der astronomische Frühling beginnt am 20.03.2019.

Auf der jährlichen Bahn der Erde um die Sonne durchläuft die Erde nun ihren Frühlingspunkt.

Für uns erscheint es so, als ob die Sonne den Himmelsäquator in nördlicher Richtung überschreitet.

Der Frühlingspunkt definiert sich aus der Schnittlinie der Äquator-Ebene mit der Bahnebene der Erde. Die Äquator-Ebene ist die Ebene, die sich ergibt, wenn man den Äquator der Erde senkrecht zur Rotationsachse über die Erde hinaus nach außen verlängert. Die Bahnebene der Erde, auch Ekliptik genannt, entspricht der Ebene, die sich durch den jährlichen Umlauf der Erde um die Sonne. Da die schräg-stehende Rotationsachse der Erde einen festen Winkel gegenüber der Bahnebene hat, ergibt sich immer eine Schnittlinie dieser Ebenen.

Zum Frühlingsanfang steht die Sonne genau auf dieser Schnittlinie. Dieser Zeitpunkt wird auch Äquinoktium oder Tag-und-Nacht-Gleiche genannt. Die Sonne bescheint in diesen Momenten die Nord- und die Südhalbkugel der Erde genau gleich, und die Tag-Nachtgrenze verläuft durch die Pole. Damit ist jeder Ort auf der rotierenden Erde zwölf Stunden lang der Sonne zu- und zwölf Stunden von ihr abgewandt - es ist Tag-und-Nacht-Gleiche.

Während das Überschreiten des Himmelsäquators nach Norden durch die Sonne auf der Nordhalbkugel der Frühlinganfang markiert, beginnt auf der Südhalbkugel der Herbst. Die Nordhalbkugel bekommt wieder mehr Sonnenlicht und die Tage sind länger als die Nächte.

Frühlingspunkt-mit-Ebenen.jpg


Und wir können uns freuen:

Das Sommerhalbjahr (Frühling und Sommer) ist auf der Nordhalbkugel ca. eine Woche länger als auf der Südhalbkugel. Das Winterhalbjahr auf der Nordhalbkugel schneller vergeht als auf der Südhalbkugel, da die Erde in diesem Zeitraum dichter an der Sonne steht und daher eine höher Bahngeschwindigkeit besitzt.


Und was ist mit Ostern?

Das Datum für Ostern wird nach folgender Regel festgelegt:

Ostern ist am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Dabei wurde der 21. März als fester Frühlingsanfang festgelegt - unabhängig vom tatsächlichen Termin der astronomischen Tag- und Nachtgleiche.

Doch keine Regel ohne Ausnahme!

Dieses Jahr ist der erste Frühlingsvollmond am frühen Morgen des 21. März, also sollte nach der Regel am folgenden Sonntag, den 24. März, Ostern sein. Aber tatsächlich feiern wir erst am 19. April Ostern, der Sonntag nach dem zweiten Vollmond im Frühling. Bei dieser Abweichung von der Regel spricht man vom Oster-Paradoxon. Das kann dadurch erklärt werden, dass für die Datumsberechnung nicht das tatsächliche Datum des Vollmondes verwendet wird, sondern es aus einer zyklischen Reihe aufeinander folgender Vollmonddaten bestimmt wird. Nach dieser Berechnung fällt der „zyklische Vollmond“ auf den 20. März (einen Tag vor dem tatsächlichen Vollmond) und gilt damit noch als Wintervollmond, und nicht als erster Vollmond des Frühlings.